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GABC Zugübung am 18. August 2012 im Kalkwerk Steeden

Am frühen Samstagmorgen wurde bei Reinigungsarbeiten eine Ringleitung auf dem Dach des 3. Obergeschosses im Bereich Gebäude Ofenanlage 6 & 7 der Fa. Schäfer-Kalk in Steeden beschädigt.
Nach einer sofortigen Abschaltung schien es, dass sich der Schaden in Grenzen halten würde. Aber falsch gedacht, denn das, was Arne Kassel-mann aus Runkel für seine Kameraden vorbereitet hatte, sollte noch so manchen Feuerwehrmann ins Schwitzen bringen.
Nach der Abschaltung konnte man, erzeugt von mehreren Nebelmaschinen, eine starke Rauchentwicklung aus dem Kellerraum eines der bei den Öfen wahrnehmen. Durch den aufkommenden Wind aus W/SW drohte eine Ausbreitung der Wolke in Richtung Hofen und Eschenau.
Aufgrund einer werksinternen Meldekette wurde gleichzeitig mit dem Abschalten der Notruf über die Nummer 112 abgesetzt. Die dienstha-benden Disponenten der Zentralen Rettungsleitstelle in Limburg alarmierten aufgrund des für diesen Fall vorgesehenen Alarmplanes die Feuerwehren aus Dehrn und Runkel.
In kurzer Zeit trafen die ersten Einheiten am Übungsort ein. Nach einer ersten Erkundung war klar, dass sich keine Personen mehr im Ge-fahrenbereich befanden und so konnte unter Einsatz von zwei Wasserwerfern mit der Niederschlagung der freigewordenen Dämpfe begonnen werden. Die Sicherstellung eines Dreifach Brandschutzes und die Herstellung einer unabhängigen Löschwasserversorgung aus der Lahn waren die nächsten Aufgaben, denen sich die Einsatzkräfte widmen mussten.
Das sollte jedoch noch lange nicht alles sein, denn Arne Kasselmann erzeugte alleine durch Anbringen entsprechender Gefahrensymbole aus dem harmlosen zur Kühlung genutzten Wasser der Ringleitung einen Gefahrstoff mit Namen Acetaldehyd. Hier ist zu erwähnen, dass es den Gefahrstoff in Wirklichkeit im Kalkwerk nicht gibt, aber zur Durchführung der Übung alle Teilnehmer weiter in Atem halten sollte. Mit Bekanntwerden des Gefahrstoffes Acetaldehyd wurden vom Einsatzleiter die Spezialkräfte für Gefahrguteinsätze, der GABC-Zug des Landkreises Limburg-Weilburg, angefordert.
Nach der Alarmierung durch die Zentrale Leit-stelle und Sammeln auf einem Bereitstellungsplatz in Höhe Ahlbach trafen der GABC-Zug mit den Einheiten GABC Erkundung aus Weilburg, der Gefahrstoffgruppe aus Limburg und der Dekon Gruppe aus Beselich-Runkel am Kalk-werk ein. Atemschutzgeräteträger unter Chemikalienschutzanzügen (CSA) machten sich direkt nach der Errichtung des Dekontaminationsplat-zes auf den Weg, um den Ursprung der Rauchentwicklung im Keller des Ofen 6 zu ermitteln. Ein Leck, verursacht durch einen abgerissenen Absperrschieber, wurde mit geeigneten Mitteln wieder abgedichtet.Nach dem Ausmessen des Übungsortes durch die Messeinheit des GABC-Erkunders wurde dieser zu einer Messfahrt in den errechneten Ausbreitungsbereich beordert. Auf seiner Mess-fahrt von Steeden über Eschenau, Hofen und zurück nach Steeden wurden keine erhöhten Konzentrationen gemessen. Solche Messfahr-ten sind bei diesen Einsätzen wichtig, um in möglichst kurzer Zeit eine Gefährdung der Be-völkerung auszuschließen oder die Bevölkerung frühzeitig zu warnen.
Im Verlauf der Übung sollte dann noch das Wasserrückhal-tesystem versagen, so dass das aufgefangene kontaminierte Wasser in einen nahe-gelegenen Teich gepumpt werden musste. Weitere Kräfte wurden zur Sicherheit und ggf. Brandbekämpfung an die Lahn und den Teich beor-dert. Zur gleichen Zeit mach-ten sich weitere Atemschutzgeräteträger unter CSA auf das Dach des 3. Obergeschosses der Ofenanlage, um das Leck in der Ringleitung abzudichten.
Hierbei brachten die weiten Fußwege, die Besonderheiten der Industrieanlage und die enorme Hitze des sonnigen Samstagvormittags alle eingesetzten Atemschutzgeräteträger unter CSA an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Insgesamt wurden um das Leck im Keller und, wie sich später noch herausstellte, zwei Lecks auf dem Dach abzudichten, 14 Atemschutzgeräte-träger unter CSA eingesetzt. Nach dem Übungsende trafen sich alle Beteiligten der Übung zur Abschlussbesprechung in der Kantine des Kalkwerkes. Hier wurde in erster Linie allen 42 Teilnehmern der Übung gedankt, die sich der enormen Hitzeschlacht gestellt hatten. Ein besonderer Dank ging an die Verantwortlichen der Fa. Schäfer-Kalk, die es trotz laufenden Betriebs den Einsatzkräften ermöglichten, eine solch einsatzrealistische Übung durchzuführen. Von den beteiligten Einheitsführern wurde die Übung kritisch analysiert. Im Großen und Ganzen wurde die schlechte Funkverbindung bemängelt, die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten Einheiten jedoch hervorgehoben. Übungsbeobachter, wie der Stadtbrandinspektor von Runkel Andreas Schuld und der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Thomas Schmidt, zeigten sich beindruckt von der Leistung der Beteiligten, besonders in Folge der enormen Temperaturen.
Nach einer kleinen Stärkung machten sich die Einheiten wieder zu ihren Standorten auf, denn das eingesetzte Material musste noch gereinigt werden.

Der GABC-Zug sucht übrigens noch Unterstüt-zung. Wer Interesse hat, kann sich an den stellvertretenden KBI Thomas Schmidt von der Brandschutzaufsicht wenden.

Bilder der Übung finden Sie hier....

Dirk Tovornik Gruppenführer Dekon Gruppe Beselich-Runkel

 

Dekon - Gruppe Beselich-Runkel startet mit Besichtigung ins Jahr 2011

Nach verschiedensten Veröffentlichungen in Feuerwehrmagazinen wollten die Mitglieder der Dekon-Gruppe Beselich-Runkel den „großen Bruder“ des heimisch Stationierten Dekon-LKW „P“ (Dekontamination Personen) mal aus der Nähe betrachten.
So setzten sich die ehrenamtlichen Helfer der Dekontaminationseinheit des GABC-Zuges Limburg-Weilburg, aus den Kommunen Beselich und Runkel, im Rahmen ihrer monatlichen Ausbildung, am Samstagmorgen des 29.01.2011 in Richtung Industriepark Höchst in Bewegung. Hier betreibt die Werkfeuerwehr Infraserv seit 2010 einen in Deutschland einzigartigen LKW zur Dekontamination der Einsatzkräfte im Industriepark. Das ausgeklügelte System gestattet den Einsatzkräften das dieser Dekon-LKW bereits nach 10 min, nach Eintreffen am Einsatzort, seinen Betrieb aufnehmen kann.
Doch vor der Besichtigung stand erst einmal eine Belehrung des Werkschutzes zum Verhalten im Industriepark, bevor Wachabteilungsleiter Ralf Schmitt, der „nebenbei“ zusätzlich ehrenamtlicher Kreisbrandmeister im Landkreis Limburg-Weilburg ist, die Teilnehmer begrüßen konnte.
Ralf Schmitt berichtete in den allgemeinen Besucherinformationen über den Wandel der damaligen „Farbwerke der Höchst AG“ in den heutigen Industriepark. Nach den Informationen über die Werkfeuerwehr Infraserv als Dienstleister und seiner Struktur mit
zwei Feuerwachen, drei Wachabteilungen und dem Gefahrenabwehrmeldezentrum wurde erst die Feuerwache 1 besichtigt. Atemschutzwerkstatt und Schlauchwerkstatt sowie der Fahrzeugbestand wurde genau unter die Lupe genommen, wobei dem einen oder anderem, auch wegen der Dimensionen, schon einmal
ein kleines „ohhh“ über die Lippen kam. Was noch größer wurde als man den zwischenzeitlich aufgebauten Dekon-LKW auf dem Parkplatz vor der Feuerwache besichtigen konnte. Hier noch einmal
einen Dank an die Kameraden der Werkfeuerwehr, die wegen uns ihre Freizeit opferten. Ralf Schmitt erklärte ausgiebig das Konzept und die Funktionalität des LKW direkt am Fahrzeug.
Los geht es mit der grob Dekon der CSA Träger am Heck des Fahrzeuges, nach dieser Grobreinigung
und anschließendem Ablegen des Schutzanzuges geht der Weg zurück ins Fahrzeug in eine
Duschkabine und anschließend in einen Ankleideraum. Im Anschluss kann in einem Aufenthaltsraum
die nötige Ruhe gefunden werden. Das alles in einem LKW, dennoch mit genügend Platz und den
strengen Feuerwehrdienstvorschriften genügend.
Nach dem keine Fragen mehr offen waren konnte man noch eine weitere „Attraktion“ der
Werkfeuerwehr genießen, welches so manches Herz der Feuerwehrmänner und –frauen höher
schlagen ließ. Auf der Feuerwache 2 konnte dann mit einem „TM“ Teleskopmast in luftige Höhen
von über 50 Meter fahren, was so manchem die Röte ins Gesicht schießen ließ, natürlich nur von den frischen Temperaturen von um die null Grad .
Zum Thema „großer Bruder“ wurde dann auf der Rückfahrt, dem großen Bruder der heimigen
Schnitzel im einem XXXL Restaurant in der Nähe von Hofheim einen kurzen Besuch erstattet. Wohlgenährt und mit vielen Informationen im Gepäck, wurde die Rückfahrt angetreten und
hierdurch einen Grundstein für das bevorstehende neue Dienstjahr 2011 gelegt.

Weitere Bilder von der Besichtigung finden Sie hier....

Dirk Tovornik, Gruppenführer Dekon-Gruppe Beselich

 

Gemeinsame Übung des GABC Zuges, des 5. Löschzuges LM-WLBG. und des Roten Kreuzes am 03. Juli 2010

Um den Anforderungen immer gewachsen zu sein, müssen die Katastrophenschutzzüge und der Rettungsdienst immer wieder zusammen üben. Denn nur durch Übungen lassen sich die Szenarien die tagtäglich vorkommen können besser bewältigen. Deshalb kam es am Samstag, den 03. Juli wieder einmal zu einer Großübung mit dem GABC-Zug Limburg Weilburg, 5. Löschzug LM und dem DRK Weilburg mit Mimtrupp der Jugendfeuerwehr Bad Camberg.

Beteiligt:

• GABC ZUG mit 8 Fahrzeugen
• 5. Löschzug LM mit 6 Fahrzeugen
• Deutsches Rote Kreuz Weilburg mit 4 Fahrzeugen
• Jugendfeuerwehr Bad Camberg mit Verletztendarstellern

Das Szenario

„Brand mit Chlorgasunfall bei einem Schwimmausflug einer Schulklasse in der Hohenfeld Klinik Bad Camberg“ unter diesem Motto stand die diesjährige Übung des GABC Zuges Limburg Weilburg, 5. Löschzug LM DRK Ortsgruppe Weilburg mit Mimtrupp der Jugendfeuerwehr Bad Camberg.

Am Samstag, den 03.07.2010 um 08.15 Uhr passiert in der Hohenfeldstraße 12-14 etwas was hoffentlich für die Katas Züge nur in dieser Übung als Szenario vorkommen wird. Eine Schulklasse, die an diesem Tag einen Ausflug in die Hohenfeld-Kliniken Bad Camberg gemacht hat, um in dem Haus eigenen Schwimmbad das Schwimmabzeichen zu erlangen gerät durch einen Brand in der Chlorgasanlage in eine Situation von der alle am Frühen Samstag Morgen noch nicht mal geträumt hätten.

Einem Techniker fällt bei Arbeiten im Chlorgasraum eine Gasflasche um. Das Ventil wird beschädigt und die Flasche undicht. Somit kommt es zu einem Chlorgasaustritt, wobei in der Chlorgasanlage zwei Stoffe in Verbindung kommen, die einen schrecklichen Brand mit einem Chlorgasunfall auslösen. Denn Lehrern sowie dem Bademeister ist es nicht mehr möglich sich aus dem Schwimmbereich zu retten. Durch Patienten die sich zurzeit im Japangarten aufhalten, wird dieser Vorfall bemerkt die dann gleich am Empfang der Hohenfeld-Kliniken sehr zeitnah einen Notruf absetzten.

Es sind ca. 10 Jugendliche sowie 4-5 Erwachsene Personen im Schwimmbadbereich eingeschlossen.

Der GABC Zug Limburg Weilburg sowie der Stadtansässige Katas Zug 5. LZ LM und die DRK Ortsgruppe Weilburg werden über die zentrale Leitstelle alarmiert.
Zu diesem Zeitpunkt läuft noch ein weiterer Einsatz in Bad Camberg daher werden die Katas Züge vom Landkreis Limburg Weilburg alarmiert.

Für die Katas Züge und die Ortsgruppe Weilburg eine große Herausforderung, da sich doch noch sehr viele Schüler und Erwachsene im Schwimmbadbereich befinden.

Alarmiert wird so, wie es im Realfall auch sein würde als erstes der in der Stadt ansässige Katas Zug , der sich am Einsatzort zuerst einen Überblick über die Lage verschaffen würde. Die Alarmierung kann aber je nach Meldung an die Leitstelle durch das Leitstellenpersonal ergänzt werden.


Aufgaben der Katas Züge...

Im Schwimmbadbereich bzw. in der Chlorgasanlage müssen die Feuerwehrleute die vermissten Personen retten und die Brandbekämpfung durchführen.
Die Feuerwehrleute müssen sich bei diesem Einsatz mit Atemschutzgeräten sowie CSA ausrüsten, um nicht Brandgase und Chlorgase die an der Einsatzstelle ausgetreten sind zu Inkorporieren.


8 Trupps werden mit Atemschutzgeräten und CSA ausgerüstet, um die sich noch im Gebäude befindlichen Personen sicher mit Fluchthaube durch den verqualmten und brennenden Schwimmbadbereich nach draußen zu führen, und sie dort an die Ortsgruppe Weilburg zu übergeben. Anschließend übernehmen sie die Brandbekämpfung von innen. Weitere Feuerwehrleute bekämpfen den Brand von außen, da dieser sich schon auf die Ankrenzenten Gebäude verteilt hat.


Nach der Alarmierung, die von der „Leitstelle Limburg Weilburg“ aus getätigt wird, setzt sich die Einsatzleitung im ELW der Feuerwehren der Stadt Bad Camberg zusammen. Von dort aus werden sämtliche Tätigkeiten der Einsatzkräfte geleitet.


Chlor wird in Schwimmbädern zur Wasseraufbereitung benutzt. Die Badbetreiber desinfizieren das Schwimmwasser und machen es unter Verwendung des Chlors weitgehend bakterienfrei. Chlor wird in speziell gesicherten Technikräumen aufbewahrt. In Bad Camberg gab es schon einen Zwischenfall in der Chlorgasanlage im Schwimmbad.

Selten, aber auch tödlich
"Chlorgas ist tödlich. Da geht ganz schnell das Licht oben aus! Die Patienten sowie die Bad Camberger Bürger müssen sich aber keine Sorgen machen", versichern die beiden Alexander Rembser stv. Wehrführer Feuerwehr Bad Camberg sowie Richard Burbach Zugführer des 5. LZ LM die sich das Szenario ausgedacht haben. Chlorgasunfälle sind eher selten.

Aber gerade dann sei es wichtig, solche Szenarien zu üben: "Wir müssen wissen, was wir – die Katas Züge und die Mitarbeiter des Bads – im Ernstfall unternehmen müssen." Bei der Übung am Samstag handele es sich um eine "absolut scharfe Alarmübung", sagten die beiden.

Aufgaben des Roten Kreuzes...

Das DRK OV Weilburg nimmt mit 12-15 Einsatzkräften an der Übung teil. Primär werden durch die Weilburger Rotkreuzler die verletzten Personen an der Verletztensammelstelle versorgt und für den Abtransport an dem Verbandplatz vorbereitet. Weiterhin werden die unverletzten Personen aufgenommen und zur Betreuungsstelle in die angrenzenden Klinik gebracht und registriert.


Die DRK Ortsvereinigung Weilburg übernimmt grundsätzlich die Sanitätsbetreuung bei Einsätzen der Feuerwehren oder der Katas Züge und kann durch die Leitstelle alarmiert werden.


Die 15 verletzten Personen werden durch die Rettungstrupps der Katas Züge aus dem Schwimmbereich gerettet und zur Verletztensammelstelle des Roten Kreuzes gebracht. Dort werden sie von den DRK Einsatzkräften empfangen.


Nach der Versorgung an der Verletztensammelstelle würden die verletzten Schüler und Lehrer sowie Mitarbeiter in verschiedene Krankenhäuser durch den öffentlichen Rettungsdienst verlegt werden.


JUGENDFEUERWEHR BAD CAMBERG

Die Übung soll möglichst realistisch ablaufen, denn es soll für den Ernstfall geprobt werden. Hierzu zählt natürlich auch, dass die verletzten Personen realistisch dargestellt werden.

Die 8 Verletzten werden von der Jugendfeuerwehr Bad Camberg gestellt und von dem Jugendwart der Feuerwehr Bad Camberg Michael Pabst betreut.

Da der Mimtrupp des DRK Bad Camberg an diesem Tag nicht verfügbar ist, werden die Verletztendarsteller von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Bad Camberg gestellt und durch Eileen Meyer geschminkt.

Bilder von der Übung finden Sie hier....

Text: Alexander Rembser FF-Bad Camberg

Fotos: Markus Heibel Dekon Gruppe Beselich

 

Erfolgreiche Fortbildungsmaßnahme absolviert

Die ehrenamtlichen Helfer in der Dekontaminationseinheit des GABC-Zuges Limburg-Weilburg, aus den Kommunen Beselich und Runkel haben erfolgreich an einer Fortbildungsmaßnahme in Fulda teilgenommen.

An einem Samstag machten sich die gut ausgebildeten Aktiven der s. g. Dekon P und Dekon G Gruppe, unter Leitung der Gruppenführer Dirk Tovornik und Sven Zimmermann, auf den Weg in die schöne Rhön. Vor Fahrtantritt konnte dem Stellv. Gruppenführer der Dekongruppe, Kamerad Dennis Hofmann, zum Geburtstag gratuliert werden. Dieses Standesgemäß mit einem kleinen Kuchen und brennenden Kerzen vor einem Feuerwehrfahrzeug. Dort, in Eichenzell bei Fulda, nahmen sie an einer Informationsveranstaltung des Chemiekalienschutzherstellers KCL teil.

Im Falle eines Gefahrgutunfalles in unserem Landkreis (wie in den Presseberichten der Tagespresse in den letzten Jahren öfters entnommen werden konnte, ist dieses jederzeit möglich) kommt diese Spezialeinheit im Rahmen des GABC-Zuges zum Einsatz. Speziell werden dann die Träger von s. g. Chemiekalienschutzanzüge von möglichen Gefahrstoffen befreit und evt. kontaminierte Personen und Fahrzeuge gereinigt.

In der Schulungsveranstaltung im Hause KCL wurde besonders dem notwendigen Handschutz Aufmerksamkeit geschenkt, da auch dort die Gefahr einer Permeation und Penetration gegeben ist. Einzelne Piktogramme und Europanormen wurden vermittelt und im Anschluß konnte die Eindrucksvolle Herstellung von Chemikalienschutzhandschuhe life im Werk verfolgt werden. Beeindruckt zeigten sich alle Teilnehmer von diesen Produktionsverfahren. Die anwesenden Führungskräfte (Gruppenführer der Dekoneinheit, Stadt- und Gemeindebrandinspektoren, deren Stellvertreter sowie mehr als 15 anwesende Gruppenführer) waren sich einig, das zeitnah s. g. Schutzhandschuhpläne erstellt werden sollten. Damit könnten die Einsatzkräfte eine bessere Orientierung erhalten, welcher Schutzhandschuh optimal mit welcher Standzeit vor möglichen Gefahren schützt.

Nach der Schulungsmaßnahme und der sehr informativen Werksbesichtigung, ging es im Konvoi in die Hochrhön, dort wurde an einem schönen See das Mittagessen eingenommen. Als die Stärkung absolviert war, ging es zur Berufsfeuerwehr Fulda, dort nahm an die Einladung zur Geräte- und Fahrzeugbesichtigung gerne an und im regen Austausch wurde über die möglichen Angriffstaktiken und Strategien bei möglichen Einsatzlagen gesprochen. Zufrieden und erschöpft nach so einem langen Tag, kehrten die Ehrenamtlichen Helfer wieder in den Landkreis Limburg-Weilburg zurück und hatten somit wieder einen freien Wochenendtag für das Wohl der Allgemeinheit investiert.

 

Dekon-Gruppe für den CSA-Einsatz bereit

Im Rahmen der jährlichen, einsatzorientierten Übung
der Dekon-Gruppe (Dekon=Dekontamination=Reinigung) Beselich-Runkel, wurde eindrucksvoll bewiesen, dass sich die teilnehmenden Mitglieder der Gruppe neben ihrer eigentlichen Aufgabe, der Dekontamination von Personen, Objekten oder Flächen, auch im Einsatz unter dem CSA (Chemiekalien-Schutz-Anzug) sich nicht verstecken müssen.

Nach einer Zusatzausbildung zum Atemschutzgeräteträger II, die Voraussetzung in Beselich ist um Mitglied in der Dekon-Gruppe zu werden, und einem GABC-Einsatz Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Kassel, ist man berechtigt, in einem Gefahrgut – Einsatz in vorderster Front eingesetzt zu werden.

Um diesen Standart zu halten ist es u. a. Pflicht, jährlich an einer einsatzorientierten Übung teilzunehmen, sowie den jährlichen Steckendurchgang auf der Atemschutzübungsanlage in Limburg (somit auf Landkreisebene) zu absolvieren und einer alle drei Jahren stattfindenden Untersuchung eines berechtigten Arztes nach der G26.3 der Arbeitsschutzverordnung, Stand zu halten.

Bei dieser Übung mussten die Teilnehmer unter Leitung des Gruppenführers Dekon P, Kamerad Dirk Tovornik, ihre Fingerfertigkeit unter CSA beim Aufbau eines Mehrzweckzuges zum ziehen schwerer Lasten unter Beweis stellen.
Gezogen wurde hierbei ein Feuerwehrfahrzeug über eine Umlenkrolle.

Weiter ging es an einen Übungscontainer wo unter ausströmendem Wasser an einem defektem Absperrorgan ein Stutzen abgeschraubt und mit einem Blindflansch verschlossen werden musste. Ausgeprägte Teamfähigkeit und die Kommunikation über Sprechfunk wurde geübt, da unter einem CSA-Anzug die Kommunikation extrem eingeschränkt ist.

Anschließend wurde mit Hilfe eines Indikatorstreifens eine von mehreren Flüssigkeiten als PH neutral, Säure oder Lauge erkundet/bestimmt und anschließden wurden die eingesetzten Kräfte entsprechend von den Einsatzkräften der Dekon Station fachgerecht dekontaminiert (gereinigt) und entkleidet.

An dieser Aufwendig gestalteten Übung nahmen 19 CSA Träger aus Beselich, 12 CSA Träger aus Runkel, davon 8 Kameradinnen und Kameraden aus Beselich mit einem absolvierten Sonderlehrgang „GABC Einsatz“, sowie 2 aus Runkel teil. Auch zwei weibliche Feuerwehrangehörige ergänzen die Dekongruppe Beselich-Runkel.

Nach der Aufteilung des GABC-Zuges auf verschiedene Kommunen ist es jetzt Denkbar geworden, das die Dekon-Gruppe auch unterhalb der Katastrophenschutzschwelle überörtlich Tätig werden kann, wenn sie bei größeren Gefahrguteinsätzen unterstützend durch andere Kommunen nachgefordert wird. Der Vorteil hier ist, dass sich die im Einsatz befindliche Gefahrstoffgruppe ihrem Einsatz widmen kann, ohne das Einsatzkräfte durch Dekon-Maßnahmen gebunden sind. Hier kann gerade bei Einsätzen am Tag fehlendes Personal in allen Kommunen kompensiert werden, da immer mehr Feuerwehrangehörige beruflich bedingt, tagsüber nicht mehr erreichbar sind. Dieses können gerne die Verantwortlichen aller Feuerwehrstrukturen im Landkreis nutzen. Seit der Etablierung der neuen Spezialeinheit in Beselich-Runkel, wurde diese bereits dreimal zu großen Schadensereignissen auf der BAB 3 alarmiert und hat dort im Anschluß immer großes Lob durch die hervorragend geleistete Arbeit erhalten.

 

Erste gemeinsame G ABC Zugübung im Jahr 2007 fand auf dem Gelände der AKM-Abfallwirtschaft in Obertiefenbach statt

 

Am 24. März 2007 fand auf dem Gelände der AKM Abfallwirtschaft in Obertiefenbach die erste gemeinsame Zugübung des G ABC Zuges Limburg-Weilburg für das Jahr 2007 statt.

Angenommen wurde, dass ein Container- LKW, illegal Industrieabfälle in den frühen Morgenstunden in die Recycling Anlage der o.g. Firma abkippte. In dem Anhänger befanden sich radioaktive, feste Substanzen, die von der Sortieranlage bereits in den hinteren Teil der Sortieranlage befördert, nun aufgespürt und geborgen werden mussten. Der Lkw Fahrer rangierte nach dem Abladen mit der Zugmaschine so unglücklich, dass auf der Ladefläche befindliche Fässer, die ätzende und giftige Substanzen enthielten, ebenfalls in die Sortieranlage gelangten, dort Leck schlugen und teilweise in Brand gerieten. Andere Fässer kippten um und liefen nun auf der Ladefläche aus. Rauchgase stiegen auf und alarmierten die Mitarbeiter, welche den Notruf absetzten.
Die Mitarbeiter verständigten über die Notrufnummer 112 die Rettungsleitstelle, die wiederum den G ABC Zug mit seinen Teileinheiten ( Gefahrstoffgruppe Limburg, Dekon Gruppe P und G Beselich-Runkel, Erkundungsgruppe Weilburg-Weilmünster, Strahlenspürtrupp Weilburg ) über Funkmeldeempfänger alarmierte. Direkt nach der Erkundung durch den Zugführer wurden erste Maßnahmen eingeleitet, der betroffene Bereich weiträumig abgesperrt und die Bergungsmaßnahmen vorbereitet. Die Dekon Einheiten bereiteten einen Dekontaminationsplatz auf, die Gefahrstoffgruppe bereitete die Umpump- und Bergungsarbeiten vor, und die Erkundungsgruppe leitete erste Maßnahmen ein.

Der Strahlenspürtrupp spürte den Übungsstrahler erfolgreich auf und barg diesen unter gebührenden Vorsichtsmaßnahmen inmitten aus der Recyclinganlage, während die Gefahrstoffgruppe in Vollschutz Chemiekalienschutzanzügen die unterschiedlichen Substanzen umpumpte. Fahrzeuge und Personen, die den Gefahrenbereich verlassen wollten, mussten von den Dekontaminationseinheiten vorher dekontaminiert werden, um eine Verschleppung der ausgetretenen Substanzen ausdrücklich zu verhindern. Die Reinigungsflüssigkeiten mussten aus dem gleichen Grund bis auf den letzten Tropfen aufgefangen werden, um sie später fachgerecht entsorgen zu können.

Ein solches Szenario, wie es hier von den Übungsleitern vorbereitet wurde, gestaltet sich im Ernst- wie hier auch im Übungsfall als sehr aufwändig, Zeit.- und Personalintensiv. Denn es gilt, jede Menge Vorschriften zu beachten, um nicht das Leben der Einsatzkräfte zu gefährden. Kreisbrandinspektor Georg Hauch verschaffte sich einen persönlichen Überblick und zeigte sich beeindruckt von den Leistungen des erst vor kurzem umstrukturierten Zuges. Letztlich konnte man diese Übung als erfolgreich abgearbeitet betrachten, auch wenn sich kleinere Fehler eingeschlichen haben. Im Anschluss wurde bei einem kleinen Imbiss die Übung noch einmal kritisch durch gesprochen, um bei der nächsten Übung etwaige Fehler zu vermeiden.

"Brand aktuelles"


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